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Prostataerkrankungen
Symptome & Erkrankungen

gehen vor allem auf zwei Ursachen zurück: auf eine gutartige Prostatavergrößerung und – sehr viel seltener – auf einen bösartigen Tumor der Prostata (Prostatakarzinom). Eine gutartige Prostatavergrößerung ist die Folge eines altersbedingten hormonellen Ungleichgewichts, wodurch sich das Prostatagewebe zu vermehren beginnt. Hiervon sind die Hälfte der Männer über 60 Jahre betroffen; bei Männern, die älter als 80 Jahre alt sind, leiden mehr als 90 Prozent unter einer Prostatavergrößerung. Weil die Harnröhre durch die Mitte der Prostata verläuft, zieht das abnorme Wachstum der Prostata mit der Zeit fast immer eine Einengung der Harnröhre nach sich: Der Harndurchfluss wird behindert und es stellen sich Probleme beim Wasserlassen ein. Ein verzögertes, im weiteren Verlauf meist unvollständiges Harnablassen, aber auch übermäßiger Harndrang sind typische Krankheitszeichen. Problematisch sind vor allem die Folgeerscheinungen, die mit dem erschwerten Ablassen von Harn verbunden sind: Durch den verbleibenden Restharn in der Blase – der auch den ständigen Harndrang verursacht – steigt das Risiko für Infektionen; außerdem kann es zu einem gefährlichen Rückstau von Harn bis hinauf in die Nieren kommen oder es kommt zu Umbauprozessen der Blase, an deren Ende die Entstehung einer Balkenblase stehen kann. Neben der medikamentösen und der operativen Therapie gibt es verschiedene lasergestützte Abtragungen überschüssigen Gewebes, z. B. mit dem 2003 entwickelten „Greenlight-Laser“. Probleme beim Wasserlassen und andere Beschwerden, die auf eine Veränderung der Prostata hinweisen, sollten grundsätzlich ernst genommen werden und Anlass für einen Besuch beim Urologen sein. Denn ganz ähnliche Symptome können auch durch Prostatakrebs verursacht werden. Ebenso können Blutbeimengungen in Sperma oder Urin auf eine bösartige Erkrankung der Prostata hinweisen. Während eine Prostatavergrößerung nur dann einer operativen Therapie bedarf, wenn die Symptome nicht mehr mit Medikamenten gelindert werden können, ist bei Prostatakrebs eine adäquate lokale Therapie erforderlich, die leitliniengerecht aus Strahlentherapie oder Operation besteht. Zur Vorbeugung wird Männern empfohlen, ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich eine Tastuntersuchung vornehmen zu lassen.

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