Elektrokonvulsionstherapie (EKT)
Diagnostik & Therapien

gilt derzeit als nachweislich eine der wirksamsten Therapieformen für einige schwere psychiatrische und neurologische Erkrankungen. Das Prinzip der EKT besteht in der Auslösung eines Krampfanfalls unter kontrollierten Bedingungen zu therapeutischen Zwecken. Dadurch kommt es zur Normalisierung verschiedener Überträgerstoffe im Nervensystem. Damit keine Verletzungsgefahr besteht, verhindert eine Narkose mit muskelentspannenden Medikamenten Muskelkrämpfe. 
Die EKT ist vor allem für Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen eine Therapieoption, die auf medikamentöse Behandlungen nicht ausreichend ansprechen. Dazu gehören auch therapieresistente Depressionen und bipolare Störungen. Sie wird zudem bei bestimmten schizophrenen Psychosen (Schizophrenien) eingesetzt und beim Tourette-Syndrom. Eine EKT besteht aus einer Serie von 6 bis 12 Einzelbehandlungen, wobei im Durchschnitt 2 bis 3 Behandlungen pro Woche stattfinden und findet unter Narkose statt. Die Behandlung selbst erfolgt unter permanenter EEG- und EMG-Kurven (Elektromyogramm)-Überwachung.

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